Finale der Champions-League: Paris – München. Was wie eine Zugfahrstrecke klingt, ist in Wahrheit ein Gigantentreffen gewesen. Der teuerste Fußballspieler der Welt trifft auf den erfolgreichsten Torschützen der vergangenen Saison. Der Sieger: die Münchner Bayern.

Wettkampf und Wettstreit auf dem Fußballplatz fasziniert, weil – gerade auch bei einem sogenannten Endspiel – ein Sieger vom Platz geht. Kein Unentschieden, kein Rückspiel. Nein, einer verliert, der andere gewinnt. Die einen recken die Arme in die Höhe, die anderen lassen die Köpfe hängen. Bequem ist nur das Zuschauen. Man muss sich letztlich nur entscheiden, zu welcher Mannschaft man hält. Freilich: Die Aufregung hat auch schon den einen oder anderen Herzinfarkt herbeigeführt.

Die Bibel beschreibt unser Leben als Kampf, Gut gegen Böse, Chaos oder Ordnung. Nicht 90 Minuten, sondern fast 90 Jahre liegen vor uns, in denen sich entscheiden wird, ob wir am Ende jubeln oder jammern. Erstaunlich sind für mich alte Menschen, die in sich die Gewissheit tragen, dass ihre Niederlagen, auch Nackenschläge, gerade nicht ihre Zukunft bestimmen. Sie reihen sich nahtlos ein, in die Menschenmenge, von der das letzte Buch der Bibel schreibt: „Mit lauter Stimme riefen sie: Der Sieg gehört unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!“ (Buch der Offenbarung, Kap. 7,10).

  Richter Ralf Portraet web3

Pastor Ralf Richter
GRZ Krelingen