Vor kurzem machte ich eine Fahrradtour. Auf dem Rückweg merkte ich, dass der Hinterreifen meines Fahrrads nach und nach Luft verlor. Was tun? Auf dem Weg gab es eine Tankstelle. Das Ventil passte nicht zum Luftdruckgerät, aber irgendwie wurde der Reifen wieder voll. Nur sehen, wie man schnell nach Hause kommt. Zum Glück gab es noch eine Tankstelle auf dem weiteren Weg. Wieder den Reifen mit manchen Hindernissen aufgepumpt – und ab nach Krelingen. Kurz vor der Haustüre war Schluss - leer. Aber es hatte gerade gereicht.

Dieses kleine Erlebnis ist für mich ein Beispiel für mein Leben. Manchmal geht es mühsam durchs Leben. Es stellt sich die Frage: Habe ich genug „Luft“ für die Strecke? Aber Gott versorgt im Kleinen wie im Großen: mit genug Luft, auch mit genug anderen Mitteln, mit materieller Versorgung, mit Hoffnung und Zuversicht.

Das erinnert mich an ein bekanntes Lied von Paul Gerhardt: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken; Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“ In der Zeit nach dem Dreißigjährigem Krieg, in der dieses Lied geschrieben wurde, gab es großen Mangel. Das Deutsche Reich war vielerorts menschenleer und Entwicklungsland. Mit diesem Lied gab Paul Gerhardt damals den Mitchristen Mut und neue Hoffnung.

Auch heute will Gott uns helfen und gibt immer wieder eine neue Kraft, auch in schwierigen Situationen. Geben wir Ihm die Chance, es zu tun!

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Roland Hees
GRZ Krelingen