Wenn sich zwei Menschen voneinander verabschieden, hört man in dieser Zeit besonders oft, dass der eine zum anderen sagt: „Pass gut auf dich auf!“ Eltern sagen das zu ihren Kindern, Kinder sagen das zu ihren altgewordenen Eltern. Das heißt: Sei vorsichtig und umsichtig! Behalte dich selbst im Blick, sei ein guter Hirte für dich selbst!

Wir als Christen dürfen das auch zueinander sagen: „Pass gut auf dich auf!“ Aber wir sagen es als Christen immer in dem Bewusstsein, dass da noch ein anderer ist, der gut auf unser Leben aufpasst, ja, der besser auf uns aufpassen kann als wir selbst und andere.

„Der Herr ist mein Hirte.“ So beginnt der 23. Psalm. Gott, der Schöpfer der Welt, der Hirte Israels, hat für uns Christen ein menschliches Angesicht: Er hat das Gesicht Jesu. Jesus hat das Wesen des Guten Hirten auf menschliche Weise offenbart. Darum sagt Jesus: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ (Johannes 10,11)

Diese Wahrheit galt nicht nur vor 2000 Jahren für seine Jünger. Sie gilt auch heute für uns alle. Jesus hat sein Leben für uns geopfert am Kreuz. Darum hat Gott ihn vom Tode auferweckt. Er hat den Tod überwunden. Er lebt. Und er ist auf verborgene Weise unter uns gegenwärtig.

Darum dürfen wir zum Abschied einander ruhig auch einmal sagen: „Pass gut auf dich auf!“ Weil wir wissen, dass selbst dann, wenn wir nicht mehr gut auf uns aufpassen können, ein anderer uns in seiner Hand hält und zwar so, dass kein Virus und keine Macht der Welt uns aus seiner Hand herausreißen vermag.

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Dieter Böhm
GRZ Krelingen