Wie ein Wirbelwind weht die Corona-Pandemie alles durcheinander. Das öffentliche Leben ist massiv eingeschränkt, weder können Gottesdienste gefeiert noch Fußballspiele veranstaltet werden. Ein Journalist schrieb neulich: „Derart zwangsentschleunigt fragen wir uns, was denn wirklich wichtig ist.“ Recht hat er!

Bleiben wir mal beim Gottesdienst und dem Fußball, beides zwei ungemein schöne und wichtige Dinge, jedes auf seine Weise: Den Gottesdienst kann man nun in einigen Gemeinden per Live-Stream verfolgen, also von zu Hause aus. ERF Medien oder BibelTV bieten tagtäglich ein reiches Programm zum Hören und Sehen. Und wie wäre es, sich einmal pro Woche eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um das zu lesen, was wirklich wichtig ist: die Bibel, das Wort des lebendigen Gottes. Einfach mal bei Matthäus 1 anfangen. Dazu die Luther-Bibel oder „Hoffnung für alle“-Übersetzung. Und das in einer ruhigen, gesammelten Stimmung, einfach mal hinhören. Bei „Matthäi am letzten“ (Matthäus 28) haben wir vielleicht die Entdeckung des Lebens gemacht: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte vergehen nicht“, sagt Jesus Christus.

Natürlich vermisse ich auch die Bundesliga-Spiele meines Lieblingsvereins und die Übertragungen der Formel 1. Aber Fußball spielen können wir auch – wie in alten Zeiten - auf der Wiese, dazu ist kein Spielplatz nötig. Vielleicht sogar mit Freunden, mit Papa, Onkel oder Opa?

Der Blick in die Nachbarschaft wird nun auch genauer, vielleicht sogar noch engagierter: braucht jemand eine Fahrt zum Einkaufen, zur Apotheke?

Die Corona-Pandemie wird von uns allen einen Preis fordern. Das ist unvermeidbar. Auf Kontakte sollen wir möglichst verzichten. Und gleichzeitig ist sie eine Gelegenheit, enger zusammenzurücken, nicht in Metern sondern in Fürsorge und Beziehung. 

  Dreytza 120x160

Pastor i.R. Dr. Manfred Dreytza
GRZ Krelingen