Ein Mann hatte einen Wunsch frei. Die Erfüllung, egal um was es ging, war garantiert. Das kennen wir sonst nur aus Märchen. Aber angenommen, es ist wahr und Sie dürften einen Wunsch formulieren: Was würden Sie wählen?

Im Angesicht der Natur und des Sommers steigt auch die Motivation für größere Wünsche. Ein besonderer Urlaub vielleicht? Gesundheit oder einfach nur sommerliches Wetter? Ein Gewinn im Lotto? Oder endlich mal einen ordentlichen Arbeitsplatz?

Ja, ein Mann hatte wirklich einen Wunsch frei und zwar bei Gott persönlich. Was tut er mit dieser seiner einmaligen Chance? Was setzt er nun ein? Ich bin überrascht!

Er wünscht sich einfach ein gehorsames Herz, damit er Verstand habe, um unterscheiden zu können, was gut und was böse ist. Was für ein Wunsch! Und das hatte in seinem Leben für seine Aufgaben Priorität. Er wusste, dass er als Mensch die Spielregeln des Lebens nicht selbst bestimmen kann. Er wusste, dass es letztendlich darum geht, die höhere Gewalt, das Übergeordnete, zu akzeptieren und sich daran gehorsam auszurichten. Er wusste, dass er aus sich heraus zwischen richtig und falsch oft nicht unterscheiden kann.

Durch diesen bescheidenen Wunsch an Gott kam dieser Mensch in den Ruf, der weiseste Mensch aller Zeiten zu sein. Das hat sich gelohnt! Dieser Mann war Salomo (1. Könige 3).

„Wem es unter euch aber an Weisheit fehlt, der erbitte sie von Gott, der allen vorbehaltlos gibt und niemanden etwas zum Vorwurf macht: Sie wird ihm zuteil werden.“ (Jakobus 1,5)

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 Hans Wölk
Bereichsleiter Gemeindedienste und Seelsorge im GRZ Krelingen