Spätestens seit den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA hat ein Begriff Einzug gehalten, den viele von uns bis dahin gar nicht kannten: „Fake News“. Es geht dabei um falsche Meldungen, die durch die Medien geistern, ja manchmal sogar bewusst eingesetzt werden, um Stimmung zu machen, um Wähler zu manipulieren, um eigene Interessen durchzusetzen. Eine bedenkliche Entwicklung, die Misstrauen, Unsicherheit und Vorbehalte zur Folge hat.

Wem oder was kann ich überhaupt noch trauen? Welchen Nachrichten und Meldungen sind vertrauenswürdig? Worauf kann ich mich verlassen? Was kann ich glauben? Das ist sind Fragen, die viele Menschen bewegen - auch in der Kirche. Immer wieder begegnet uns die Frage nach der Wahrheit des Glaubens. „Kann ich die biblische Botschaft glauben? Ist sie wirklich wahr?“

Petrus schreibt im 2. Petrusbrief 1,16: „Wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe.“

Petrus verweist vom Wort auf die Tat, von der eigentlichen Nachricht auf die „Zeugenschaft“ der Apostel. Die Apostel stehen mit ihrem Leben dafür ein, dass die Botschaft des Glaubens auch glaubwürdig ist. Die Wahrheit der Botschaft hat sich in ihrem Alltag bewährt. Ihr Glaube an Jesus Christus hat sie getragen. Mit ihm sind sie durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Das ist die entscheidende Prüfung. Das Leben wird zum Lügendetektor, wird zum Prüfstein der Wahrheit.

Die Argumentation des Petrus ist auch für unseren Glauben ein wichtiger Schlüssel und eine große Hilfe. Bemesse das Wort, das dir jemand sagt, an dem, was er tut und wie er lebt. Eine kluge Methode und zugleich auch ein sehr hoher Anspruch. Denn auch wir sind gerufen, Zeugnis für Jesus Christus zu geben. Franz von Assisi hat das in seiner so treffenden Art so ausgedrückt: Wir müssen das Evangelium bezeugen – notfalls auch mit Worten.

 Boehm Dieter web

 

 

 

 

 

Dieter Böhm
GRZ Krelingen