„Wunder“ heißt ein berührender und sehenswerter Film mit Julia Roberts. August („Auggie“) ist ein kleiner Junge, der seit seiner Geburt mit einem entstellten Gesicht lebt. Deshalb trägt er meist einen Astronautenhelm. Ohne den Helm ist er dem Spott anderer Kinder ausgesetzt. Sein liebstes Fest ist Halloween. Da muss er – wie auch alle anderen - nicht sein wahres Gesicht zeigen. 

Vor uns liegen die „närrischen“ Tage. Für viele eine gute Gelegenheit, sich hinter Masken zu verstecken. Einmal ein anderer sein: Pirat oder Prinzessin, König oder King Kong. Und bei manchen zeigt sich im „närrischen Treiben“ das wahre Gesicht …

„Wir tragen viele Masken und haben kein Gesicht“, heißt es in einem moderneren Kirchenlied. Vielleicht steckt hinter der Maskerade eine Sehnsucht, eine Sehnsucht so zu sein, wie … Aber vielleicht auch eine verborgene Sehnsucht nach Echtheit, nach Angenommensein. Eine Sehnsucht, so sein zu dürfen wie ich bin. Geliebt und angenommen. Ohne Vorbedingung.

„Du bist ein Wunder“, sagt am Ende des Films Auggies Mutter zu ihrem Sohn. „Du bist ein Wunder – egal wie dein wahres Gesicht ist“, sagt Gott, der Schöpfer des Lebens zu uns. Zu mir und zu Ihnen. Was wäre das, wenn wir das glauben könnten und die Maskerade ein Ende hätte!

Wilker Henry web

 

 

 

 

 

 

Henry Wilker
GRZ Krelingen