Wie wird unser weiterer Lebensweg aussehen? Was kommt alles noch auf uns zu? So fragen wir vor allem an einem neuen Anfang – am Anfang des Lebens, am Beginn des Jahres, an einem Geburtstag. Viele Menschen sehen verängstigt der Zukunft entgegen. Alle Versuche, sich mit irdischen Möglichkeiten – mit Geld, Versicherungsabschlüssen, Beziehungen zu einflussreichen Persönlichkeiten – Sicherheiten zu verschaffen, können nicht befriedigen.

Der Apostel Paulus zeigt uns einen anderen Weg. Er schreibt im Römerbrief 8, 14: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Wir brauchen keine Angst zu haben. Gott hält etwas für uns bereit: Den neuen Geist der Gotteskindschaft. Die Gewissheit: Ich bin von Gott angenommen – ich bin stets willkommen, ich gehöre ihm.

Sicher, es wird kein Mensch von Natur aus als Kind Gottes angesprochen und lässt sich auch nicht so ansprechen. Wir sind ja alle mal weggelaufen. Wir haben uns selbstständig gemacht. Von Natur sind wir alle verlorene Söhne und Töchter. Aber das ist das Große. Gott hat etwas für uns bereit, was wir uns nicht erarbeitet haben. Den Geist der Kindschaft Gottes. In der Nachfolge Jesu dürfen wir zu Gott „Abba, lieber Vater“ sagen. Das heißt: Über unser Leben herrscht nicht ein unpersönliches Schicksal, sondern der Gott, der uns leitet, wie ein Vater seine Kinder.

Gewiss, es gibt Lebensabschnitte, da ist es schwer, die Spuren eines liebenden Vaters zu entdecken. Krankheit, Unfälle, Beziehungskrisen, Arbeitslosigkeit - vieles kann uns den Blick zum Himmel verdüstern.

Jesus wusste noch in der letzten Stunde am Kreuz, dass er Kind seines Vaters ist. Und Jesus garantiert uns, dass es einen Vater gibt und dass Gott mitten in unserer oft grausamen Welt zu uns steht. Wir sind Gottes Kinder. So unbefangen wie Kinder dürfen wir vor Gott leben. Mit allem, was uns bedrückt und traurig stimmt, dürfen wir uns an Gott wenden. Gottes Geist schenkt uns das Vertrauen, dass Gott uns trägt in Liebe und Geduld und dass er uns zur Seite steht, wenn Angst und Traurigkeit über uns kommen. Es ist ein großes Vorrecht, Gottes Kind zu sein.

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Dieter Böhm
GRZ Krelingen