Hyperaktiv – wo dieses Wort auftaucht, denkt man unwillkürlich an ADHS - die Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung. Gut, wenn Kinder (und Erwachsene), die davon betroffen sind, die nötige Unterstützung erfahren.

Doch es will mir so scheinen, dass dieses Phänomen „hyperaktiv“ nicht nur etwas mit ADHS zu tun hat. Haben wir die Abläufe in unserem Arbeitsleben, im privaten Bereich, ja zuweilen auch im Urlaub nicht bereits so auf Tempo eingestellt, dass wir uns in einem „hyperaktiven System“ befinden?

Und wer dem entfliehen will, der merkt, dass das schwierig ist. Und nicht wenige, die davon betroffen sind, geraten dabei in die Schleuderkurve mit unguten Folgen.

Da scheint es wichtig, beizeiten gegenzusteuern und Strategien zu entwickeln, die den Absturz verhindern: das Smartphone öfter im Etui lassen, nicht auf jede Anforderung reagieren, überspitzte Erwartungen dämpfen – denn überspitzt bricht ab ...

Aber nicht nur das, was von außen auf uns zukommt, sondern auch die Unruhe in uns selbst erweist sich als treibende Kraft. Im Herzen Ruhe und Geborgenheit zu erleben, das entschleunigt, das wirkt entspannend.

Diese Erfahrung in hektischer, bedrohlicher Umgebung machte der Dichter des bekannten, aber immer wieder nachdenkenswertens 23. Psalms: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ... Er erquickt die (aufgewühlte) Seele ... Er führt auf rechter Straße und gibt Impulse für heilende Gedanken ...“.

Es lohnt sich, die Bibel aufzuschlagen und sich davon berühren zu lassen und daran teilzuhaben.

 Lauter Hartmut 2014 web

 

 

 

 

Hartmut Lauter
GRZ Krelingen