Ein oder zwei Jahre Krelingen liegen hinter den jungen Frauen und Männern, die am 12. Juli im Gottesdienst in der Heinrich-Kemner-Halle des GRZ Krelingen verabschiedet wurden. Im Krelinger Studienzentrum haben sie Altgriechisch und Hebräisch gelernt und intensiv die Bibel studiert. Für die meisten war es die Vorbereitung auf das Studium der evangelischen Theologie.

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Fragwürdig - glaubwürdig - unmöglich

Im Abschlussgottesdienst sagte GRZ-Leiter Pastor Ralf Richter, es sei ein Privileg der Jugend „fragwürdig“ zu sein: zu fragen und zu hinterfragen. Für ihr weiteres Studium gelte die Gewissheit, dass die Bibel „glaubwürdig“ sei, aber es gehe auch darum, selber glaubwürdig zu sein. Er ermutigte die jungen Frauen und Männer dazu, Gott zu vertrauen: "Bei Gott ist nichts unmöglich."

Passend zum zukünftigen Berufsfeld der zukünftigen Theologen predigte der Leiter des Krelinger Studienzentrums Pastor Thomas Jeromin über die Berufung des Apostels Petrus zum „Menschenfischer“.    

Quaränte nach Corona-Rückkehr

Dieser Studienjahrgang stand besonders unter dem Einfluss der Corona-Krise. Nach dem Lockdown im März fuhren fast alle Studierenden nach Hause. Der Unterricht fand in der Zeit per Videokonferenz statt. Auf die Rückkehrer wartete eine vierzehntägige Quarantäne-Zeit in der Heinrich-Kemner-Halle, bevor sie wieder ihre Zimmer im Studienzentrum beziehen konnten. Aber trotz dieser Umstände haben alle ihre Sprach- und Bibelkundeprüfungen bestanden.

Anmeldungen für neues Studienjahr noch möglich

Das neue Studienjahr beginnt im August. Anmeldungen sind noch möglich. Seit dem vergangenen Jahr gibt es neben den theologischen Vorstudienangeboten auch ein Vorstudienjahr für alle, die im Bereich soziale Arbeit/Diakonie tätig werden wollen ("Arbeit mit Menschen"). Außerdem bietet das Studienzentrum mit dem „Kompassjahr“ ein Jahr zur beruflichen und persönlichen Orientierung an. Alle Angebote sind für Schüler-BAföG anerkannt (www.krelinger-studienzentrum.de).

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Abschied von Ehepaar Penner 

Ebenfalls im Gottesdienst verabschiedet wurden Jugendreferent Dennis Penner und sein Frau Christine (Foto). Ihr Weg führt sie weiter ins westfälische Espelkamp. Neben der Jugendarbeit im GRZ Krelingen war Dennis Penner auch Teil des Studienteams und arbeitete im Kompassjahr mit. 

Nach Monaten der Online-Gottesdienste finden die Krelinger Sonntags-Gottesdienste ab sofort in der großen Heinrich-Kemner-Halle statt. Dabei gelten die Corona-Regeln mit Mund-Nasenschutz, Abständen und Registrierung der Besucher.