GRZ MMP 0715

Gruppenbild mit Damen und Bischof. V.l.: Martin und Ulrike Westerheide, Landesbischof Ralf Meister, Sonja und Ralf Richter

Vor rund 500 Gästen führte Landesbischof Ralf Meister am 27. Oktober Pastor Ralf Richter (56) in sein Amt als Leiter und Theologischer Vorstand des GRZ Krelingen ein. Richter tritt damit die Nachfolge von Pastor Martin Westerheide (66) an, der das Krelinger Werk elf Jahre leitete und nun in den Ruhestand geht.

GRZ Krelingen ein "Leuchtfeuer"

Im Rahmen des festlichen Gottesdienstes sagte Meister, das GRZ sei ein geistliches „Leuchtfeuer“. Hier würde Glauben vermittelt und gestärkt und Menschen geholfen. Der Landesbischof dankte Westerheide für seinen engagierten Dienst. Trotz zum Teil unterschiedlicher theologischer Sichtweisen sei es stets ein brüderliches und offenes Miteinander gewesen. Meisters Dank ging auch an Ulrike Westerheide, die ihren Mann in seinem Dienst unterstützt habe und sich auch weiterhin an vielen Stellen in das Krelinger Werk einbringe.

Bei Westerheides Nachfolger Ralf Richter und seiner Frau Sonja entdecke er aufgrund ihrer Biografie, die sie an verschiedene Stationen im In- und Ausland führte, eine „Abenteuerlust“. Zuletzt war Richter Pfarrer der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Peking. Meister erinnerte daran, dass sowohl der alte als auch der neue Leiter ihre ersten Schritte in den geistlichen Dienst in Krelingen gemacht haben: Westerheide Anfang der 1970er Jahre, Richter rund zehn Jahre später. „Vielleicht gucken Sie sich schon einmal in den 1990er Studentenjahrgängen nach einem geeigneten Nachfolger um“, scherzte der Bischof.

Für eine "Kultur der Nächstenliebe"

In seiner Predigt zu Johannes 5,1-16 (Heilung am Teich Betesda) plädierte Ralf Richter für eine „Kultur der Nächstenliebe“. Diese sei keine Selbstverständlichkeit. In China habe er eine darwinistisch geprägte Gesellschaft erlebt, in der das Recht des Stärkeren gelte. Tendenzen zu einer „Ellenbogengesellschaft“ erlebe er auch in Deutschland. Als Christen gehe es aber darum, nicht wegzusehen, sondern die „Sichtweise Jesu“, der den Einzelnen und seine Nöte im Blick hatte, einzunehmen. Richter: „Aus der Verbindung mit Jesus erwächst eine Kultur der Nächstenliebe“. Auch das GRZ Krelingen wolle weiterhin ein Ort sein, an dem Menschen „Heilung und Hilfe“ erfahren, so der neue GRZ-Leiter.

Neben kommunalen Vertretern überbrachten Vertreter verschiedener kirchlicher und christlicher Werke und Organisationen Grüße an den alten und neuen GRZ-Leiter.

Am Nachmittag stellten sich die verschiedenen Arbeitsbereiche des GRZ Krelingen dem neuen Leiter auf kreative Weise vor und verabschiedeten sich von Martin Westerheide.


Die Predigt von Pastor Ralf Richter gibt es hier zum Download

Fotos vom Leiterwechsel gibt es bei Facebook