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40 Jahre "vom Rand zur Mitte"

Krelinger Freundestag und Jubiläumsfeier des Reha-Zentrums

Sozialtherapeut Hartmut Lauter
„Die Rehabilitationsarbeit in Krelingen will Menschen vom Rand der Gesellschaft zur Mitte holen.“ So umschrieb Hartmut Lauter die Ziele der Krelinger Rehabilitationsarbeit. Im Rahmen des Krelinger Freundestages am 16. September feierte diese ihr 40-jähriges Bestehen. Lauter, der das Reha-Zentrum bis zum Eintritt in seinen Ruhestand im Jahre 2010 viele Jahre leitete, erinnerte an die Anfänge der Reha-Arbeit. Sie sei durch geistliche Aufbrüche unter Jugendlichen entstanden. Der Gründer des Geistlichen Rüstzentrums, Pastor Heinrich Kemner (1903-1993), habe drogenabhängige Jugendliche in Krelingen aufgenommen. Aus Spendenmitteln wurde der „Glaubenshof“ gekauft und am 3. Dezember 1972 eingeweiht. „Seelsorge und Arbeit“ seien am Anfang das „Konzept“ gewesen.
Heute bietet das Krelinger Reha-Zentrum Sozialtherapien und berufliche Rehabilitation für Menschen mit seelischen Erkrankungen und/oder Suchthintergrund an. Über 70 junge Frauen und Männer werden in fünf Wohngruppen betreut. Im Rahmen der Überbetrieblichen Ausbildung können sie Berufsausbildungen in den werkseigenen Betrieben und Bereichen (Tischlerei, Gärtnerei, Verwaltung, Hauswirtschaft) absolvieren. Die Rehabilitationsarbeit in Krelingen ist staatlich anerkannt und wird zum größten Teil von Kostenträgern finanziert.
Rudolf Westerheide
Der Krelinger Freundestag stand unter dem Motto „Begegnungen verändern“. Vor den 600 Besuchern sagte der Bundespfarrer des Jugendverbandes EC („Entschieden für Christus“), Pfarrer Rudolf Westerheide (Kassel), dass es Jesus in den Begegnungen mit Menschen darum gegangen sei, „echtes, authentisches Leben“ weiterzugeben. Dies sei auch der Auftrag von Christen. Bei vielen Christen habe sich aber eine „Subkultur“ entwickelt, die den Glauben „künstlich vom Leben abkoppele“. Deshalb bräuchten viele Christen und Gemeinden eine „Bekehrung zur Welt“. „Christsein spielt sich nicht in der Kirche ab“, so Westerheide, „sondern im Alltag“.
Der Leiter der Ahldener Bruderschaft, Pastor Burghard Affeld (Osnabrück), ermutigte die Besucher des Freundestags, sich auf Veränderungen einzulassen. Jesus habe die "Dunkelheit des Todes" überwunden und wolle als Auferstandener Menschen in ihrer Einsamkeit begegnen, so Affeld.

Interview mit Rehabilitanden und Auszubildenden

600 Besucher beim Krelinger Freundestag

Open air-Konzert mit dem Posaunenchor Langenholzhausen-Sylbach

Das Leitungsteam des Krelinger Reha-Zentrums (v.l.): Andreas Siewert, Thomas Bahnmüller, Matthias Döbel



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